Einwohner: 5.800.000
Geschichte
1770 segelte Kapitän James Cook von Tahiti nach Neuseeland, von dort aus weiter in Richtung Westen und gelangte dann an die Ostküste Australiens. Er betrat damals zwei Mal australischen Boden. Beim ersten Mal betrat er Botany Bay (in der Nähe des heutigen Sydney), das zweite Mal, gezwungenermaßen durch den Schaden an seinem Schiff, der "Endeavour", 3.000 km nördlich der Botany Bay. Im Gegensatz zu Berichten anderer Seefahrer fiel sein Bericht über Australien positiv aus. Während sich die amerikanischen Kolonien vom britischen Mutterland zu lösen begannen, schrieb Cook Berichte über die Ostküste Australiens. Die Engländer sahen sich daraufhin nach neuem Land um, damit sie ihre "lästigen" Sträflinge abschieben konnten. Die amerikanischen Kolonien kamen hierfür nun nicht mehr in Frage.
Am 13.Mai 1787 segelten elf Schiffe mit 450 Soldaten und Matrosen sowie 780 Strafgefangene nach Australien. Die Sydney Cove, das heutige Sydney, war der erste Stützpunkt der Neuankömmlinge. Der erste Gouverneur dieser Kolonie war Kapitän Phillips. Die Siedler hielten sich zunächst an der Küste auf, weil die Blue Mountains, ein Gebirge, das den Weg ins Landesinnere versperrte, eine unüberwindbare Barriere waren. Immer weiter musste New South Wales wegen der Gründung anderer Kolonien von seinen ursprünglichen Gebietsansprüchen abrücken.
Jeder dritte Australier wohnt heute in New South Wales, denn die frühe Erschließung dieses Gebietes hat die Verteilung der Bevölkerung nachhaltig geprägt.
Eisen- und Stahlindustrie wurden bedingt durch die großen Kohlevorkommen im Land aufgebaut. Newcastle, die zweitgrößte Stadt nach Sydney, ist einer der wichtigsten Standorte dieses Industriezweiges. Kunstseidenprodukte und Verzinkereien sind neuere Wirtschaftszweige der Industrie, weil es zu großen Absatzschwierigkeiten der Kohle kam. Ein neueres Industriegebiet findet man südlich von Sydney, im Bereich um Wollongong und Port Kempla. Das jüngste Industriegebiet von New South Wales liegt in Broken Hill. Blei, Silber, Zink und Steinkohle werden als hier vorkommende Bodenschätze sehr hoch eingesätzt. New South Wales' Hauptprodukte sind Wolle, Getreide, Fleisch und Milcherzeugnisse, von denen ein Großteil für den Export bestimmt ist.
Das gesamte Staatsgebiet lässt sich in vier Großlandschaften aufteilen:
Das wenig gegliederte, fruchtbare Küstengebiet, das reich an Flüssen ist, das Bergland der Great Dividing Range, das sich unmittelbar an das Küstenvorland anschließt, die welligen, leicht nach Westen abfallenden "Western Stolpes" und die westlichen Ebenen, die zum Teil sehr trocken und unfruchtbar sind.
Klima
Während des Sommers, kann es in NSW, vor allem im Westen zu Hitzewellen und Dürren kommen, die durch heftige Niederschläge von Norden abgekühlt werden. Winde aus dem Süden können an den südlichen Küstenregionen, vor allem im Frühjahr und Herbst empfindliche Kälteeinbrüche bewirken. In einem guten Sommer, kann das Thermometer von Sydney bis auf 40 Grad kommen.
Maike Krämer
Sydney ist die älteste, größte und die Stadt mit den meisten Einwohnern. Etwa 3,7 Millionen Menschen leben heute hier. Die Sehenswürdigkeiten in Sydney kann man nicht an einem Tag zu Fuß "erlaufen", man muss schon mehrere Tage herumlaufen um alles sehen zu können. Die "Sydneysider" nennen die Sydney Harbour Bridge gerne The Old Coathanger Bridge (der alte Kleiderbügel). Diese Brücke ist 61.000 t schwer und war 20 Mio-Dollar teuer. Sie ist nur wenige Zentimeter kürzer als die Golden Gate Bridge in San Francisco. Über 200.000 Fahrzeuge passieren täglich die Brücke, auf der es acht Straßenspuren, zwei Eisenbahnspuren, einen Rad- und einen Fußweg gibt. Das vom dänischen Architekten Jörn Uzton entworfene Sydney Opera House ist sicher eines der imposantesten Bauwerke Australiens.
Das Sydney Opera House
Erst 14 Jahre nach der Entscheidung für seinen Bau wurde es seiner Bestimmung übergeben. Nur wenige Schritte von der Innenstadt entfernt liegt der Hyde Park. Dort kann man sich bei plätschernden Springbrunnen, blühenden Blumen und schattigen Bäumen gut vom Stress der Innenstadt erholen. Chinatown ist eine kleine Fußgängerzone, in der sich Restaurants, Geschäfte, Spielhöllen und Nachtclubs, die vor allem nachts sehr beliebt sind, gruppieren. In Sydneys Aquarium kann man in mehreren kleinen und großen Becken Süß- und Meerwasserfische beobachten. Die Fassade der Town Hall George Street zeigt eine Mischung aus Renaissance und viktorianischem Stil. Hier finden exklusive Ausstellungen statt. Unter anderem gibt es in Sydney noch das State Theatre, den Centre Point und eine große Anzahl von Arkaden.
Maike Krämer